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Chorprojekt       Armenisches Oratorium 2008

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Chorprojekt "Armenisches Oratorium"

 

“Mit Freude habe ich vernommen, dass die Schweizer Uraufführung des Armenischen Oratoriums, ein Werk im Gedenken an den Völkermord an den Armeniern, hier in Winterthur geplant und einstudiert wurde....” Stadtpräsident von Winterthur, Ernst Wohlwend
“Ich wünsche Ihnen für Ihr Projekt viel Erfolg und gutes Gelingen..” Stadtpräsident von Zürich, Dr. Elmar Ledergerber
“Es ist für uns, die Gesellschaft Schweiz-Armenien, eine Ehre und gleichzeitig eine grosse Freude, unsere Schweizer Mitbürger/innen und Freund/innen auf diese ausserordentliche und kulturell hoch stehende Veranstaltung hinzuweisen. ..." Gesellschaft Schweiz-Armenien, Sarkis Shahinian
“Toleranz ist ein erster Schritt. Danach muss Anerkennung folgen. Nur so lässt sich nachhaltig Frieden stiften.” Stadtpräsident von Bern, Alexander Tschäppät 

“Obwohl jedes Instrument und jede Stimme eine eigenständige Rolle spielt, kommen Sie gemeinsam am Besten zum Tragen. So sollte es auch in unserer Welt sein.” Stadtpräsident von St.Gallen, Thomas Scheitlin

Armenisches Oratorium Konzert in Bern am 7.12.08

aus dem Konzert auf youtube: Teil 1: Mach zu di eigelech, Teil 2 armenisches Oratorium Nr.7, Together

 

(10-12-08)

Konzerte erfolgreich:

Vier Konzerte unter dem Motto "Gegen Völkermord und Vertreibung - für Toleranz und Versöhnung" fanden erfolgreich statt in St.Gallen, Winterthur, Zürich und Bern. Nicht nur am 1. und 2. November in St.Gallen und Winterthur waren die Kirchen sehr gut besetzt. In Zürich und Bern kamen jeweils über 350 Menschen zu den Konzerten. Und so sahen und hörten ca. 1200 Menschen das armenische Oratorium. Für Chor, Solisten und Orchester gab es sehr viel positives Echo. Auch Nationalrat Dominique De Buman, Vizepräsident der CVP/ Schweiz, Uerli Leuenberger, Präsident der Grünen/Schweiz, beide anwesend in ihrer Funktion als Vorsitzende der parlamentarischen Gruppe Schweiz-Armenien und die Berner Stadträtin Eminem Sariaslar äusserten sich begeistert. 

Wer alle Konzerte miterlebte, konnte eine Steigerung von Mal zu Mal spüren. Und beim letzten Konzert in Bern wollte der Applaus nicht enden. Hier seien die Solisten des ersten Konzertteils nochmal erwähnt: Laura von Wartburg - Sopran Solo mit dem jiddischen Lied "Mach zu di eigelech", Araxi Karnusian am Saxophon mit ihrer Eigenkomposition Ghazir, Tamar Eskenian mit ihrer armenischen Flöte Shevy, ANANUN unter der Leitung von David Haladjan mit Liedern von Komitas und das Duo David Haladjan/ Araxi Karnusian mit Lieder für Saxophon und Klavier. 

Das Werk Khatchatur Avetisyan fesselte alle. Auch durch die tollen Interpretationen der beiden Solisten Anahit Balyan - Sopran (Armenien/ St.Gallen) und Andrés del Castillo (Peru/Bern)

Der Dirigent und Organisator freut sich an dieser Stelle über das wunderbare und erfolgreiche Zusammenwirken alle Beteiligter.

Konzert in der St.Laurenzenkirche am 1.11.08

Bericht vom Konzert in Winterthur: Landbote, 4.11.08

Bilder von Markus Sulzberger - Probe am 21.9.08

links zu aktuellen Zeitungsartikeln: Landbote, 29.10.08 und Winterthurer Zeitung, 29.10.08, St.Galler Tagblatt 1.11.08

Konzertprogramm:

Teil 1: erinnern an Vertreibungen und Völkermord in Asien, Afrika und Europa. 
Gäste in diesem Teil des Programmes sind: Araxi Karnusian mit einer Jazzkomposition und der Chor ANANUN mit Liedern von Komitas unter der Leitung von David Haladjan. Laura von Wartburg aus dem Projektchor singt Sopran-Solo.

 

Teil 2: Armenisches Oratorium
Khaschatur Avetisian schrieb dieses Werk nach Texten von Ludwig Durjan zum Gedenken an die organisierte Vertreibung und Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich (1915). Es wurde 1990 in Jerewan uraufgeführt. 
Der Komponist verbindet klassische Kompositionskunst mit der traditionellen armenischen Musik. Orient trifft auf Okzident. Zusätzlich zu klassischer Instrumentalbesetzung spielen auch armenische Instrumente mit. Die Texte des Oratoriums in seinen 7 Teilen (Ode, An die Liebe, Wiegenlied, Emigration, Warten, Zuversicht und Armenien mit 1000 Flügeln) sind eine Hommage an das Leben, die Liebe und die Versöhnung.

 

Hörbeispiel:  "mit 1000 Flügeln" aus "Armenisches Oratorium",mit real player

Bremer Chorwerkstatt, 2005, mit Real Player zu öffnen.

 

Aus einer Rezension des Bremer Journalisten Christian Emigholz nach dem Konzert in Bremen 1999:
"... Avedissian bezieht sich mit seiner Musik nämlich stark auf die traditionelle Folklore seiner Heimat, die an der Grenze zwischen arabisch, asiatischer und osteuropäischer Musik liegt. Das Oratorium besitzt sehr lyrisch-kontemplative Passagen, und zwar speziell bei den Solopartien für Mezzosopran (Astrid Kunert) und Tenor (Can Tufan), die teilweise Nähe zum Opernariosa oder impressionistischen Orchesterliedern zeigen. Auf der anderen Seite entwickelt das Werk in den chorischen Passagen immer wieder heftiges rhythmisches Feuer, das stark von der Klangfärbung des Orchestern mit seinen arabischen Instrumenten wie Oud (arabische Laute), Santur (Hackbrett) und dem fließenden Teppich der usbekischen Lauten und Domras bestimmt wird. In der eröffnenden "Ode" klang Avedissians Werk noch allzu pathetisch und zeigte gewisse Nähe zum Bombast sozialistisch-realistischer Filmmusiken, in den folgenden Teilen aber wurde seine Musiksprache erheblich intimer und bekam bei aller Tragik des Themas einen hoffnungsfroh-temperamentvollen Gestus. Ein eindringliches Konzert."

Mitwirkende bei den Konzerten:

Projektchor "Armenisches Oratorium"
Voller Enthusiasmus kamen im Dezember 2007 das erste Mal ca. 25 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Schweiz zusammen. Inzwischen ist der Chor auf fast 40 Personen angewachsen. 
Sopran: Daniela Baud, Ursula von Wartburg, Nicole Trinkl, Laura von Wartburg, Mercedes Gonzales, Franziska von Wartburg, Karina Haberthür, Patricia Henking, Brigitte Berger-Göken, Marjanne de Roche, Daniela Thalmann, Pia Wohlhauser, Mirta Affolter Alt: Marianne De Roche, Elisabeth Meier, Ursula Bez Bühler, Natascha Leisi, Cris Cremers, Anja Hartmann, Lisa Wolf, Karin Burki, Claudia Ebnoether, Christa Heller, Alexandra Greeff, Marianne Geering Tenor: Walo Britschgi, Thomas Läubli, Cris Cremers, Markus Sulzberger Bass: Ruedi Bühler, Hans Sohni, Maksut Menevis, Hans-Rudolf Müller-Nienstedt, Thomas Luethi 

Projektorchester "Armenisches Oratorium"
Professionelle Musiker haben sich zum Projektorchester zusammengefunden. Für einige sind die Konzerte die erste Erfahrung mit armenischer Musik, andere kennen sie von Kindesbeinen an: Tamar Eskenian - Shevy/ Flöte, Martin Schumacher -Duduk, Araxi Karnusian - Klarinette, N.N. - Mandoline, Ruedi Bischoff - Hackbrett, Christian Berger - Oudh, N.N. - Davul, N.N. - Tambourin, Evgenia Gulman - Violine, Christina Dieterle - Violine, David Schneebeli - Viola, Nikolay Khalatyan - Cello, Dietmar Kirchner - Kontrabass

Martin Lugenbiehl, Musikalische und organisatorische Leitung
Martin Lugenbiehl gründete 1991 den "Internationalen Buchtstraßenchor Bremen" und leitete diverse Chöre im populären und klassischen Bereich. Seit 2007 in der Schweiz, gründete er im Frühjahr 2007 das 12-köpfige Jazzchorensemble "Jazz Vokal Winterthur". Er leitet die Chorgruppen "De Colores", den Gospelchor Wittenbach und den Frauenchor Schwammendingen.

Anahit Balyan, Sopran
Geboren in Armenien, ist seit 1999 in der Schweiz und lebt in St.Gallen. Nach dem Studium war sie erst Mitglied des Opernchores Jerewan/ Armenien, danach Mitglied im Solisten-Ensemble. Zur Zeit wirkt sie als Sängerin, Gesangspädagogin, Chorleiterin, Mutter und Hausfrau in St.Gallen.

Andrés del Castillo, Tenor
Der 1971 in Peru geborene Tenor studierte am Nationalkonservatorium in seiner Heimatstadt bei Andrés Santa Maria sowie in Bern bei Dennis Hall und bei Umberto Finazzi. Nach Auftritten als Konzertsänger debütierte er 1997 als Siebel ("Faust") am Teatro Municipal in Lima. Es folgten Auftritte am Stadttheater Bern, am Luzerner Theater und bei vielen kirchenmusikalischen Konzerten, so Wallfahrtsbasilika "Maria Plain" in Salzburg. 

Araxi Karnusian, Klarinette und Komposition
Aufgewachsen bei Bern studierte sie Klarinette, Saxophon und Komposition. Sie spielt in diversen Ensembles. 2006 Mitentwicklung und Teil der Performance "BioArt" in Paris, Sie Ist im Konzert zu hören mit ihrer Komposition Ghazir, geschrieben in Gedenken an die Flucht ihrer Grossmutter 1915 nach Syrien.

Chor ANANUN, Leitung David Haladjan
Seit 2002 singt der Chor Programme zu verschiedenen Themen, zuletzt Lieder aus Osteuropa. Unter der Leitung des in Armenienen geborenen Dirigenten und Komponisten wird der Chor hier im ersten Teil des Programmes Lieder vorstellen des berühmtesten armenischen Komponisten Komitas Vardapet.

Benefiz bei zwei Konzerten

Mit Ihrer Kollekte  unterstützen Sie (nach Abzug der Kosten):

Kinder-und Jugenhaus CEVI in Spittak

Bei dem Konzert in St.Gallen den Aufbau eines neuen Kinder-und Jugendhauses von CEVI in Spitak/ Armenien. (weitere Infos CEVI Zürich www.cevi.ch/gloggi/armenien)

Jugendmusikschule "Ceram" in Gyumri

Bei dem Konzert in Zürich unterstützen Sie den Wiederauf-bau der im Erdbeben 1988 zum Teil zerstörten Jugendmusik-schule “Ceram” in Gyumri in Armenien. (Info: luciannestump.ponny@bluewin.ch)

Unterstützung

Das Projekt "Armenisches Oratorium" wird bereits unterstützt durch:
Stadt Winterthur, Kulturstiftung Winterthur, GSA (Gesellschaft Schweiz Armenien), ARATOURS (Freiburg/ Schweiz), Stadt Bern, Ziran Reisen, Stadt St.Gallen, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Paul Grüninger Stiftung, Arnold Billweiler Stiftung,
Goldhand Massagepraxis Bern

 

Unterstützen auch Sie die Aufführungen des Oratoriums!

Kommen Sie zu unseren Konzerten!
Erzählen Sie ihren Freunden und Verwandten davon!
Spenden Sie auf unser Unterstützerkonto!
(Einzahlungsscheine schicken wir Ihnen gerne zu. Kontakt: info@stimmeundchor.de Tel. 052 222 72 63)
Wir werden Sie gerne ggf. in obiger Unterstützerliste aufführen bzw. nach Absprache im Programmheft erscheinen lassen.

Über das Chorprojekt

Am Wochenende 1./ 2. Dezember 2007 probten im Kirchgemeindehaus der evangelisch reformierten Kirche in Wülflingen fünfundzwanzig Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Schweiz. Chorleiter Martin Lugenbiehl führte mit Ausdauer und Humor den Chor an Inhalt und Musik des in Angedenken an den Genozid an den Armeniern 1915 geschrieben Werkes heran. Das Oratorium von Khatchaturian Avetissyan unterscheidet sich stark von der hier gewohnten Chorliteratur in Rhythmik und Melodik. Aus St.Gallen kam zur Unterstützung die armenische Sopranistin Anahit Balyan, um Textausprache und spezielle Phrasierung genauer zu studieren. Es folgten 3 weitere Probenwochenenden im Verlauf des Jahres 2008, bei denen der Chor auf etwa 40 Sängerinnen und Sänger anwuchs.

 

Kontakt: Martin Lugenbiehl, 052 222 72 63, info@stimmeundchor.de